01.08.2026
St. Anton am Arlberg

TEMPO UND TAKTIK IN ST. ANTON AM ARLBERG

Night Sprint und Internationales Radkriterium eröffnen das Arlberg-Giro-Wochenende

Rasante Duelle und Radsport zum Greifen nah: Mit dem St. Anton Night Sprint am Freitagabend und dem Internationalen Radkriterium am Samstag setzte St. Anton am Arlberg die ersten sportlichen Höhepunkte des Arlberg-Giro-Wochenendes 2026. Während beim Night Sprint Explosivität und Nervenstärke gefragt waren, prägten beim Kriterium taktische Manöver und ein rasantes Finale das Geschehen im Ortszentrum.
    Die Hardfacts im Überblick
  • Rasanter Auftakt zum Arlberg-Giro-Wochenende 2026: Drei Tage voller Radsportbegeisterung in St. Anton am Arlberg!
  • Night Sprint bringt packende Duelle ins Ortszentrum: Carina Profunser gewinnt den St. Anton Night Sprint, Rens Vermeulen siegt im dramatischen Fotofinish.
  • Internationales Radkriterium begeistert das Publikum: Leila Gschwentner feiert ihren dritten Kriteriumssieg, Lea Fuchs und Belinda Holzer komplettieren Podium. Patrick Reißig triumphiert im rasanten Herrenrennen, Michael Schwarzmann belegt starken zweiten Platz.
  • St. Anton am Arlberg lebt den Sport ganzjährig: Radsport wird im Ortszentrum unmittelbar erlebbar.
  • Sonntag startet der ausverkaufte Arlberg Giro: 1.500 Teilnehmer:innen nehmen große Herausforderung an.

„Radsport begeistert heute mehr Menschen denn je. Immer mehr entdecken das Rennrad für sich – und Veranstaltungen wie der Arlberg Giro machen diese wachsende Leidenschaft unmittelbar erlebbar“, freut sich Martin Ebster, Geschäftsführer des Tourismusverbandes St. Anton am Arlberg. Nicht nur während des Rennwochenendes, sondern das ganze Jahr über ist deutlich zu spüren, mit wie viel Begeisterung St. Anton den Sport und insbesondere den Radsport lebt.

St. Anton Night Sprint: Entscheidungen auf wenigen Metern

Bereits am Freitagabend brachte die zweite Auflage des St. Anton Night Sprint intensive Rennmomente in die Fußgängerzone. Nach den Vorrunden auf der rund 200 Meter langen Strecke qualifizierten sich die schnellsten Fahrerinnen für das 8er-Finale und die schnellsten Fahrer für das 16er-Finale. Im K.-o.-Modus ging es anschließend um den Sieg. In den direkten Duellen entschied häufig erst der letzte Antritt über Aufstieg oder Ausscheiden. Mit Musik, Lichteffekten und einer eindrucksvollen Inszenierung wurde die Fußgängerzone zur großen Bühne für den Radsport.

Bei den Damen setzte sich die Favoritin Carina Profunser aus Axams mit knapp einer halben Sekunde Vorsprung durch. Sie gewann vor Elena Brasch aus Deutschland und Melanie Geiger vom Team Lexxi Racing. Bei den Herren fiel die Entscheidung in einem packenden Kopf-an-Kopf-Rennen: Rens Vermeulen aus den Niederlanden entschied das Duell mit nur wenigen Zentimetern Vorsprung für sich. Vorjahressieger Matthias Saam aus Belgien belegte Platz zwei, Rang drei ging an Lorenz Bock aus Deutschland.

Internationales Radkriterium: Angriffslust trotz anspruchsvoller Bedingungen

Am Samstagabend rückte das Internationale Radkriterium in den Mittelpunkt. Nachdem es zuvor noch geregnet hatte, zeigte sich rechtzeitig zum Start die Sonne. Der kurvenreiche, etwas mehr als einen Kilometer lange Rundkurs durch das Ortszentrum verlangte von den Fahrer:innen höchste Konzentration. Nach einer neutralen Runde folgten 14 bzw. 20 Wertungsrunden, ehe die fünf punktbesten Athletinnen und Athleten in jeweils zwei Superrunden um den Sieg kämpften.

Schon früh prägten die drei Erstplatzierten des Vorjahres erneut das Damenrennen: Leila Gschwentner, Lea Fuchs und Belinda Holzer setzten sich an der Spitze fest. Tabea Huys und Rahel Aschwanden hielten den Anschluss und komplettierten das fünfköpfige Superfinale. Nach einer kontrollierten ersten Runde attackierte Gschwentner im entscheidenden Umlauf früh und feierte ihren dritten Sieg. Lea Fuchs belegte den zweiten Platz, Belinda Holzer wurde Dritte.

Im Herrenrennen zog sich das 37-köpfige Feld früh weit auseinander. Patrick Reißig und Pirmin Benz sammelten wichtige Punkte und qualifizierten sich gemeinsam mit Michael Schwarzmann, Adrian Stieger und Felix Rützler für das Superfinale. Dort setzte sich Reißig durch und sicherte sich den Sieg vor Schwarzmann und Benz. Stieger und Rützler komplettierten das Feld der fünf Finalisten.

Der 14. Arlberg Giro wartet

Nach zwei publikumsnahen Bewerben richtet sich der Blick nun auf den morgigen Sonntag. Um 7.00 Uhr starten 1.500 Teilnehmer:innen in der Fußgängerzone zum ausverkauften 14. Arlberg Giro. Vor ihnen liegen 142 Kilometer und mehr als 2.400 Höhenmeter. Die neue Ausweichroute führt über den Arlbergpass durch das Klostertal und Montafon, durch das Ganifertal hinauf zum Kops-Stausee sowie über das Paznaun- und Stanzertal zurück nach St. Anton am Arlberg.

Neben Ausdauer und Kletterstärke könnten auch eine kluge Renntaktik und der Umgang mit voraussichtlich hochsommerlichen Bedingungen eine wichtige Rolle spielen. Die ersten Fahrer:innen werden am späten Vormittag im Ziel erwartet; die Siegerehrung findet um 16.00 Uhr vor dem Tourismusverband im Ortszentrum statt.

 

Die Ergebnisse im Detail 

ANTON NIGHT SPRINT – DAMEN

  1. Carina Profunser | AUT | – | 16,79 Sekunden
  2. Elena Brasch | GER | – | 17,27 Sekunden
  3. Melanie Geiger | AUT | Lexxi Racing | 18,48 Sekunden

ANTON NIGHT SPRINT – HERREN

  1. Rens Vermeulen | NED | WILVO Group–TWC de Kempen | 13,49 Sekunden
  2. Matthias Saam | BEL | Racepoint | 13,77 Sekunden
  3. Lorenz Bock | GER | – | 14,64 Sekunden

 

INTERNATIONALES RADKRITERIUM – DAMEN

  1. Leila Gschwentner | AUT | Smurfit Westrock Cycling Team
  2. Lea Fuchs | SUI | SPAR CTO Women Team
  3. Belinda Holzer | AUT | Tirol Women Cycling Team
  4. Tabea Huys | AUT | Tirol Women Cycling Team
  5. Rahel Aschwanden | SUI | SPAR CTO Women Team

INTERNATIONALES RADKRITERIUM – HERREN

  1. Patrick Reißig | GER | Benotti Berthold
  2. Michael Schwarzmann | GER | RSC AUTO BROSCH Kempten
  3. Pirmin Benz | GER | Team Vorarlberg
  4. Adrian Stieger | AUT | Schwingshandel Intralogistics
  5. Felix Rützler | AUT | Tirol KTM Cycling Team
Downloads

Pressefotos

Downloads

o-TON, Text & Co

Irrtümer und nachträgliche Änderungen vorbehalten.