Der unmögliche Traum wird Wirklichkeit
- „Der Mann von La Mancha“ am Stadttheater Kufstein
- Premiere am 7. Februar 2026 im Kultur Quartier Kufstein.
- Nach dem Roman „Don Quijote de la Mancha“ von Miguel de Cervantes.
- Das Musical gewann fünf Tony Awards, uA „Bestes Musical“.
- Franz Osl spielt Doppelrolle: Cervantes & Don Quijote.
- Astrid Egger übernimmt die Rolle der Aldonza/Dulcinea.
- Regie führt Georg Anker – seine dritte Musicalproduktion in Kufstein.
- Ein Stück für Idealist:innen und Träumer:innen.
Die Hardfacts im Überblick
Das Team rund um Regisseur Georg Anker arbeitet mit Hochdruck an den letzten Details: „Die Proben sind intensiv und herausfordernd. Mittlerweile arbeiten wir direkt im Kultur Quartier Kufstein. Nächste Woche kommt das Orchester dazu – dann wächst alles endgültig zusammen“, erzählt er.
Viele der Darsteller*innen verbindet eine lange Geschichte mit der größten Laienspielgruppe der Festungsstadt. Franz Osl, der Cervantes/Don Quijote verkörpert, steht seit 26 Jahren beim Stadttheater auf der Bühne und hat in dieser Zeit über 60 Rollen gespielt. Auch Aldonza/Dulcinea ist keine Unbekannte: Astrid Egger begeisterte bereits im Erfolgs-Musical „Cabaret“ in einer Hauptrolle.
Der Gefangene, der die Welt neu erzählt
Das Musical führt ins Spanien des 16. Jahrhunderts. Der Schriftsteller Miguel de Cervantes gerät in die Mühlen der Inquisition und landet im Gefängnis – doch statt zu verzweifeln, verwandelt er die Dunkelheit des Kerkers in ein Reich der Fantasie, in dem er in die Rolle des fahrenden Ritters Don Quijote schlüpft. Für Hauptdarsteller Franz Osl liegt darin die emotionale Wucht des Stückes: „Cervantes und Don Quijote haben so viel erlebt und erlitten – das steckt alles in diesem Stück drin.“
Gemeinsam mit seinem treuen Diener Sancho Pansa zieht Don Quijote aus, um Gerechtigkeit zu verteidigen und Benachteiligten zu helfen. In einer einfachen Herberge, die er für ein Schloss hält, begegnet er Aldonza, die er durch die Kraft seiner Vorstellung zur edlen Dulcinea erhebt.
Der Ritter und die Edeldame
Aldonza begegnet Don Quijote anfangs mit Spott und Unglauben. Doch seine unerschütterliche Überzeugung, seine Aufrichtigkeit und sein Wille, im Menschen das Gute zu sehen, beginnen sie zu verändern. Astrid Egger beschreibt ihre Rolle so: „Aldonza ist ein Vollblutweib mit einem sehr starken Charakter, die sich gut durchsetzen kann. Sie wirkt oft hart, hat aber im Innersten einen sehr weichen Kern.“ Für sie ist gerade diese Ambivalenz das Faszinierende: „Es ist großartig, diese Rolle spielen zu dürfen, weil sie so viele Facetten hat – stark und stolz, aber auch verletzlich und weich.“
Während Don Quijote mit Mut und Naivität gegen imaginäre Riesen kämpft – Windmühlen, die er für übermächtige Gegner hält – wird sein Weg zum Sinnbild dafür, an Träume zu glauben, selbst wenn die Welt darüber lacht. Egger bringt es auf den Punkt: „Am Anfang hält Aldonza ihn für einen Spinner … aber dann ist sie doch berührt, weil Don Quijote sie anhimmelt und damit aufwertet. Sein Blick verändert sie.“ Franz Osl fasst die Bedeutung des Stückes so zusammen: „Man darf sich nicht beirren lassen und soll an das Gute glauben. Jeder muss seinen eigenen Weg gehen.“
Der Traum kurz vor dem Erwachen
Mit jedem Probentag wächst die Spannung. „Die Stimmung ist positiv, weil die Proben zielorientiert sind und alle zusammenarbeiten. Wir haben ein gemeinsames Ziel – das verbindet,“ berichtet Osl weiter. Er hat vor Kurzem sogar das Grab von Josef Meinrad besucht. Der Ifflandringträger hat die Rolle des Don Quijote bei der deutschsprachigen Erstaufführung des Stückes 1968 am Theater an der Wien verkörpert: „Zu wissen, dass Josef Meinrad, der diese Rolle so ikonisch gespielt hat, da liegt, hat mich sehr berührt. Es ist wirklich ein Geschenk, dass ich diese Rolle spielen darf.“
Auch Astrid Egger blickt voller Vorfreude auf die Premiere: „Ich freue mich ehrlich darauf, endlich auf der Bühne zu stehen und diese großartigen Arien zu singen. Und natürlich bin ich sehr gespannt, wie das Publikum das Stück aufnehmen wird.“
Für Regisseur Georg Anker steht die Haltung hinter dem Werk im Mittelpunkt: „Unser Stück lädt ein, innezuhalten und darüber nachzudenken, was uns als Menschen verbindet.“ Seine Botschaft könnte zeitloser nicht sein: „Man braucht das Miteinander – das ist die Kernaussage dieses Stückes.“
Das Stadttheater Kufstein lädt dazu ein,
sich vom „unmöglichen Traum“ berühren zu lassen –
von einem Ritter, der gegen Windmühlen kämpft,
von einer Frau, die ihren Wert erkennt,
– und von einer Geschichte, die uns daran erinnert,
dass Fantasie stärker sein kann als jedes Gefängnis.
Die Premiere von „Der Mann von La Mancha“ findet am 7. Februar 2026 im Kultur Quartier Kufstein statt, insgesamt stehen zwölf Vorstellungen auf dem Spielplan. Eintrittskarten sind auf www.stadttheater-kufstein.at sowie im Vorverkauf bei der Raiffeisen Bezirksbank Kufstein erhältlich.
