EIN SALOON VOLLER TRÄUME
- Mit „Träum weiter, Cowboy!“ zieht der Wilde Westen ins Kultur Quartier Kufstein ein.
- Varina Weinerts Westernkomödie feiert am 3. Oktober ihre Premiere.
- Ein Saloon voller schräger Gestalten, großer Gefühle und jeder Menge Humor erwartet das Publikum.
- Die detailreiche Inszenierung entführt das Publikum in eine eigene Welt voller Westernflair.
- Die Westernkomödie versteht sich als bewusstes Gegenstück zum oft düsteren Alltag.
- Neun Vorstellungen laden dazu ein, für einen Abend in eine Welt voller Sehnsucht und Lebensfreude einzutauchen.
Die Hardfacts im Überblick
Auf weite Wüsten wartet man hier vergeblich, der Staub der Straßen bleibt vor der Tür und auch geraucht wird draußen bei den Pferden. Denn dieser Saloon ist anders! Während Sunny hinter der Bar das Regiment führt, kümmert sich Blossom um den zweiten Geschäftszweig des Hauses: Der Saloon ist zugleich Freudenhaus und Zuhause seiner Bewohnerinnen. „So wie in jedem Western haben wir auch eine Bande, die es auf den Saloon abgesehen hat“, verrät die Regisseurin Varina Weinert. Ob die Rechnung der Ganoven aufgehen wird, zeigt sich im Laufe eines unterhaltsamen Abends voller Westernkomik und Liebeswirren.
Irgendwo und irgendwann im Wilden Westen
Wann und wo die Handlung genau angesiedelt ist, lässt die Autorin bewusst offen: „Wir befinden uns im Wilden Westen, irgendwo und irgendwann“, erklärt Weinert. Umso wichtiger ist die visuelle Gestaltung des Stücks. Statt einer reduzierten Bühne vor schwarzem Hintergrund soll im Kultur Quartier Kufstein eine eigene, in sich geschlossene Welt entstehen. „Mein großer Wunsch ist, dass man im Publikum sitzt und sich in dem Moment, in dem der Vorhang aufgeht, selbst in diesem Saloon wiederfindet“, sagt Weinert.
Dunkle Tapeten, schwere Vorhänge und jede Menge Dekoration sollen dafür sorgen, dass sich der Bühnenraum möglichst echt anfühlt. Dabei geht es weniger um historische Genauigkeit als um Atmosphäre. „Es geht sehr viel um die Ästhetik“, sagt Weinert. Das gilt nicht nur für das Bühnenbild, sondern ebenso für Kostüme, Frisuren und die gesamte Erscheinung der Figuren. Die Darstellerinnen und Darsteller sollen sich in ihren Rollen wohlfühlen – und das Publikum soll sich an dem erfreuen können, was es sieht.
Diese Lust am Schönen ist zugleich ein wesentlicher Grund dafür, warum „Träum weiter, Cowboy!“ überhaupt entstanden ist. Weinert versteht ihre Westernkomödie bewusst als Gegenentwurf zu einer Gegenwart, in der schlechte Nachrichten allgegenwärtig sind. „Ich glaube, das Herz ganz vieler Leute schreit nach etwas Schönem, etwas Schönem zum Anschauen und etwas Schönem zum Anhören!“
Ein Gegenentwurf zum düsteren Alltag
In „Träum weiter, Cowboy“ wird gesungen und getanzt – und die Proben haben gezeigt, dass die Westernkomödie noch humorvoller geworden ist, als ihre Autorin ursprünglich erwartet hatte. Für Weinert selbst ist die Produktion in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich. Sie hat das Stück geschrieben, führt Regie und steht als Blossom selbst auf der Bühne. Gerade diese Verbindung ermöglicht ihr, eine Theaterwelt zu erschaffen, die sehr stark ihren persönlichen Vorstellungen entspricht. „Ich erfülle mir hier einen Riesentraum“, sagt sie. Ihr Wunsch ist, ein Stück zu erleben, bei dem sie sich vollkommen in die geschaffene Welt fallen lassen kann.
Ein Herzensprojekt für Regisseurin Varina Weinert
Dass sie dabei gleich mehrere Aufgaben übernimmt, empfindet Weinert bislang nicht als Belastung. Zu groß ist die Freude an der gemeinsamen Arbeit: „Ich finde die Bühne so schön, finde die Kostüme so schön, die Musik ist so schön, die Menschen sind so schön“, zählt die Regisseurin auf. „Ich habe noch nie so viel gelacht in der Probe wie bei diesem Stück.“
Bei aller Komik und aller Lust am Wilden Westen steckt hinter „Träum weiter, Cowboy!“ auch eine Geschichte, die berühren möchte. Da ist die Sehnsucht einer Mutter nach ihrem Sohn, die enge Beziehung zwischen Geschwistern, die Freundschaft der Frauen im Saloon – und so unterschiedlich diese Beziehungen auch sind, führen sie zu einem gemeinsamen Gefühl: Eigentlich erzählt die Westernkomödie von der Liebe und davon, welche Kraft sie Menschen geben kann.
Liebe als Antwort auf die großen Probleme
„Ich finde, dass mehr Liebe oft die Lösung ist“, hält Weinert fest. Dabei denkt sie nicht nur an romantische Liebe, sondern ebenso an Eltern, Geschwister und Freunde. Gerade wenn Menschen vor scheinbar unlösbaren Aufgaben stünden, könne diese Verbundenheit helfen. „Egal, was man für ein Problem hat in dieser Welt, die Liebe hilft und unterstützt uns.“ So möchte „Träum weiter, Cowboy!“ seinem Publikum für einige Stunden eine Welt öffnen, in der gelacht, gesungen, getanzt und geliebt werden darf – einen Sehnsuchtsort irgendwo und irgendwann im Wilden Westen.
Premiere am
Samstag, 3.10. um 20 Uhr
Weitere Spieltermine:
Sonntag, 4.10. um 18 Uhr
Samstag, 10. 10. um 20 Uhr
Sonntag, 11.10. um 18 Uhr
Freitag, 16.10. um 20 Uhr
Sonntag, 18.10. um 18 Uhr
Freitag, 23.10. um 20 Uhr
Samstag, 24.10. um 20 Uhr
Montag, 26.10. um 18 Uhr
