04.05.2026
Walchsee

Wittlinger setzt als erstes Therapiezentrum Tirols auf Gemeinwohl-Ökonomie

Wir sind Gemeinwohlbetrieb. Für Verantwortung, die bleibt.

Das Team und die Unternehmensführung des Therapiezentrums Wittlinger in Walchsee/Tirol hat sich im Sommer 2025 dafür entschieden, den Weg in Richtung Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) einzuschlagen. Damit richtet Wittlinger den Fokus auf ein ethisch ausgerichtetes Wirtschaftsmodell, in dem es nicht mehr vordergründig um Gewinnoptimierung geht, sondern um viel mehr.
    Die Hardfacts im Überblick
  • Im Sommer 2025 wurde die Wittlinger Therapiezentrum GmbH mit einem Audit Teil der GWÖ-Bewegung
  • Gemeinwohl-Ökonomie ist der Name einer internationalen Bewegung & NGO für ein ethisch ausgerichtetes Wirtschaftsmodell
  • Der Fokus liegt auf Werten wie Menschenwürde, Solidarität, Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Transparenz
  • Ziel ist es, zu Gunsten von Mensch, Gesellschaft und Umwelt zu wirtschaften und sich nicht rein auf den Profit eines Unternehmens zu konzentrieren.
  • Diesen Ansatz wählt man im Therapiezentrum Wittlinger in Walchsee für sich und hat bereits eine Gemeinwohl-Bilanz erstellen lassen.

Im Therapiezentrum Wittlinger konzentriert man sich vor allem auf die stationäre Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Lymphödemen an Armen und Beinen. Manuelle Lymphdrainagen nach Dr. Emil Vodder werden dabei mit Bandagierungen, Bewegungstherapien sowie hautpflegenden Maßnahmen vereint, was im schulmedizinischen Bereich als kombinierte, physikalische Entstauungstherapie bekannt ist. Zusätzlich werden ambulante Therapien – mit und ohne ärztliche Verordnung – in Walchsee aber auch in den Niederlassungen in Kufstein, Kössen und Niederndorf vorgenommen. Jährlich werden stationär ca. 650 Patienten von sieben Ärztinnen und Ärzten sowie Therapeutinnen und Therapeuten behandelt und vom gesamten Team der Gesundheitseinrichtung betreut. In den ambulanten Einrichtungen finden jährlich ca. 15.000 Behandlungen statt.

Die Dr. Vodder Akademie, eine in einschlägigen Kreisen international sehr bekannte und renommierte Aus- und Weiterbildungsstätte für Masseure, Physiotherapeuten und Ärzte ist an das Therapiezentrum in Walchsee angegliedert.

Wittlinger entscheidet sich für Gemeinwohl-Ökonomie

Nach erfolgreicher Erstellung der Gemeinwohl-Bilanz erreichte das Wittlinger Therapiezentrum eine Bilanzsumme von 198. Ausgehend von dieser Bewertung wird ab sofort der Fokus neben der Gesundheitsversorgung der Patienten gleichermaßen auch auf Mitarbeitende sowie auf die Umwelt in den Mittelpunkt gestellt.

„Wir möchten ab sofort allen Personen in unserem Haus vermitteln, dass wir nicht mehr nur die Symptome unserer Patienten behandeln, sondern auch zur Gesundung unserer Gesellschaft beitragen“, erklärt Dieter Wittlinger, Geschäftsführer des Zentrums und meint weiter: „Die Gemeinwohl-Ökonomie gibt uns einen Rahmen, um systematisch Fragestellungen zu überprüfen, die in der Gemeinwohl-Matrix zusammengefasst wurden“. Diese Fragen lauten etwa: Wie behandeln wir unsere Mitarbeitenden? Welche ethische Haltung haben wir im Umgang mit Geldmitteln? Fördern wir ökologisches Verhalten in unserem Umfeld? Woher beziehen wir unsere Materialien? Werden Entscheidungen demokratisch getroffen? Dies sind nur einige Beispiele aus einem Sammelsurium an Fragen, die Unternehmen auf ihrem Weg zu einer starken Gemeinwohl-Bilanz unterstützen.

Konkrete Maßnahmen und deren Wirkung

„Wie der Bericht gezeigt hat, sind wir in vielen Punkten bereits erfolgreich oder zumindest auf einem guten Weg, bei anderen ist Handlungsbedarf angesagt“, weiß der Prokurist des Unternehmens, Josef Widmann. So konnte das Unternehmen Wittlinger zum Beispiel bei Werten, die unter die Gruppen Menschwürde sowie Solidarität und Gerechtigkeit fallen, sehr gute Ergebnisse erzielen. Auf die unterschiedlichen Themen unter Ökologische Nachhaltigkeit sowie Transparenz und Mitentscheidung muss noch besser eingegangen werden. Anpassungen und Änderungen sind nötig, um in Zukunft auch hier stärker zu punkten.

„Konkret bedeutet das, dass wir in Zukunft noch mehr Solidarität mit dem Mitbewerb leben möchten, dass wir weitere Maßnahmen zur Reduktion ökologischer Auswirkungen treffen werden und dass in verschiedenen Bereichen auf mehr Transparenz geachtet wird, um drei konkrete Vorhaben zu nennen“, erläutert Dieter Wittlinger. Wer sich genauer über den Bericht, das Testat und die daraus folgenden Maßnahmen erkundigen will, wird von der Geschäftsführung eingeladen, die vollständige Bilanz auf der Website des Therapiezentrums einzusehen.

Verantwortung, die bleibt.

Dies beinhaltet der neue, richtungsweisende Claim bei Wittlinger. Das Konzept, das hinter der GWÖ steckt, ist ein alternatives Wirtschaftsmodell, in dem es nicht mehr ausschließlich um Gewinnmaximierung und Profit geht, sondern um das Wohl des Menschen und der Umwelt. Mit der Gemeinwohl-Bilanz stellen Unternehmen ihren Beitrag zu Menschenwürde, Solidarität, ökologischer Nachhaltigkeit, sozialer Gerechtigkeit und demokratischer Mitbestimmung in den Mittelpunkt und machen ihn messbar. Für das Team des Therapiezentrums Wittlinger sind dies Werte, die es unbedingt anzustreben gilt. In Zukunft wird es deshalb jährlich zusätzlich zur zahlenmäßig aufbereiteten Bilanz auch jene geben, die Einblick in den Beitrag des Unternehmens zur Gemeinwohl-Ökonomie schenkt.

Downloads

Pressefotos

Downloads

o-TON, Text & Co

Irrtümer und nachträgliche Änderungen vorbehalten.